Ursprünglich war ein Fetisch oder auch englisch Fetish (gleich ausgesprochen, nur ohne “c” am Ende) ein Gegenstand, dem man bestimmte geheimnisvolle, magische oder religiöse Kräfte zusprach. Fetischismus war die Verehrung dieses Gegenstands. Das ist die Grundbedeutung des Wortes Fetisch, und alle anderen, speziellen Bedeutungen lassen sich daraus genaugenommen bereits ableiten. Auch im sexuellen Fetischismus geht es um etwas, das bestimmte Kräfte, eine bestimmte Macht über mich besitzt. Irgendetwas übt einen ganz starken und ganz speziellen Reiz auf mich aus. Und zwar so intensiv, dass es mir beim Sex einen zusätzlichen Kick verleiht, heftig genug, mich ganz ohne Zutun anderer Dinge zu erregen. Fast jeder Mensch hat einen Fetisch; wenn auch die Vorlieben völlig unterschiedlich sein können und mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt sind. Für einen Fetischisten bedeutet das Erleben seines Fetischs den Unterschied zwischen einfach nur Sex und gutem Sex; im Zweifel sogar zwischen einfach nur Sex und erotischer Ekstase. Das heißt nicht, dass ein Fetischist nun lediglich mit seiner speziellen Fetisch Erotik glücklich wird; aber sie ist es, die ihn über einen bestimmten Grad der Lust hinausträgt und ihn eine Erregung erleben lässt, die grenzenlos sein kann. Dabei kann so gut wie alles zum sexuellen Fetisch werden.
Bei Fetisch.co kann jeder Besucher bewerten wie gut ihm persönlich ein Fetisch gefällt. Hier sind die beliebstesten Fetische.
Es gibt ein paar Fetischarten, die sind so bekannt, dass sie auf allen Seiten immer wieder breit getreten werden. Darunter fallen vor allem Nylon, Lack, Leder, Latex, Voyeurismus, Fußfetisch und ein paar andere. Kritisch wird es bei dem, was man abgekürzt gemeinhin BDSM nennt, also mit dem Sadomasochismus. Natürlich ist auch das in gewisser Weise ein Fetisch, und ohne damit weitergehende Aussagen treffen zu wollen, werden wir BDSM hier auch so behandeln. Nämlich als Fetisch. Obwohl manche sagen, SM und Fetisch, das seien zwei vollkommen verschiedene erotische Spielarten, die an sich nichts miteinander zu tun haben und lediglich eine gemeinsame Schnittmenge besitzen, wo sie sich überschneiden. Mit den Haupt-Fetischspielarten werden wir uns natürlich auch beschäftigen, denn sie sind ja nur deshalb so bekannt, weil viele Menschen diesen Fetisch haben. Vor allem aber soll hier auf fetisch.co eine Plattform entstehen, die sich auf die verschiedensten Weisen den etwas selteneren Fetischformen widmet, die überall anderswo oft zu kurz kommen. Dies wird geschehen durch Artikel mit Erklärungen, Erlebnisberichte und Geschichten, also nicht immer auf dieselbe Art, damit es auch abwechslungsreich und – hoffentlich – lesenswert bleibt. Aber bleiben wir, bevor wir bei den einzelnen Fetischarten in die Tiefe gehen, doch zunächst noch einmal bei den allgemeinen Definitionen für Fetisch und Fetischismus. Wir hatten oben bereits gesagt, dass so gut wie alles zum Fetisch werden kann. Je nachdem, worum es sich im einzelnen handelt, kann man aber verschiedene Gruppen an Fetisch unterscheiden, wobei es immer wieder Überschneidungen gibt und manche Abgrenzung kaum möglich ist:
Für manchen sind es bestimmte Körperteile, die zum Fetisch werden. Darunter wäre zum Beispiel zu nennen der Titten Fetisch, die Vorliebe für Brüste, vielleicht auch nur für eine ganz bestimmte Form der Brüste, der Fußfetisch, wo die Füße oder Teile der Füße zum Fetisch werden.
Hierunter fallen vor allem die Fetisch-Spielarten, die man auch als die drei großen L bezeichnet, also Leder, Lack und Latex (Gummi). Für viele sind diese Vorlieben der Inbegriff des Fetisch überhaupt. Aber natürlich gehört in diese Kategorie auch Nylons, Jeans, und anderes.
In diese Gruppe fällt unter anderem die Vorliebe für Analsex, der Analfetisch, ebenso wie der Oralfetisch, ebenso beispielsweise Rollenspiele. Zwischen dieser Gruppe und der nächsten kann man allerdings nicht immer streng trennen. Die Grenzen verschwimmen leicht.
Wer den Parkplatzsex oder den Outdoor Sex, den Sex im Freien, besonders liebt, könnte durchaus einen entsprechenden Fetisch für bestimmte Orte haben. Hierzu zählen aber auch der Hang zu einer ganz bestimmten Sexstellung oder einem ganz speziellen Ablauf beim Sex.
Damit wir auch wirklich nichts an Fetischen vergessen, gibt es die Rubrik "Sonstiges", in die alles andere gehört, was nicht von den davor erwähnten Fetischarten erfasst wird. Oder was über diese bereits erwähnten Fetischgruppen in irgendeiner Weise weit hinausgeht.